Erneut erwarten die Kunden Warnstreiks der Post, die immer noch höhere Löhne fordert. Nach den Städten sind nun vor allem ländliche Gegenden betroffen.

Eine Einigung in dem Tarifkonflikt ist bisher nicht erfolgt, also rief die Gewerkschaft Verdi abermals zum Warnstreik auf. Grund für die Ausweitung sei die fehlende Bewegung der Gegenseite, durch die es keine greifbaren Ergebnisse gebe, so die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Andrea Kocsis. Am 12. und 13. Februar ist eine neue Verhandlungsrunde angesetzt.

Gefordert werden ein Gehaltsplus von 7 % und mehr Urlaubstage. Die Post ließ jedoch bereits verlauten, dass der Spielraum für höhere Löhne sehr gering sei, was vor allem an den ob des digitalen Zeitalters schrumpfenden Briefmengen liege. Hier müsse man große Investitionen tätigen. Ein Angebot will das Unternehmen aber dennoch vorlegen. Die Warnstreiks bezeichnete ein Post-Sprecher als „unnötig“, denn diese belasteten am Ende lediglich die Kunden.

Erst Anfang des Jahres hatte die Post beim Porto kräftig angezogen. Ein Standardbrief kostet nun 95 Cent, eine Postkarte ebenfalls. Auch Pakete und Großbriefe sind merklich teurer geworden. Gern hätte die Post noch mehr erhöht, um ihre Kosten besser decken zu können, mehr war von der Bundesnetzagentur aber nicht genehmigt worden.