Seitdem Elon Musk persönlich bei seinen Mitarbeitern nach dem Rechten sehen wollte, ist der erschreckend hohe Krankenstand in aller Munde. Auch die Krankenkasse DAK verzeichnete im Sommer einen doch eher ungewöhnlich hohen Krankenstand.

An den hohen Krankmeldungszahlen änderten auch ein warmer Sommer und die Ferien nichts. Eine Auswertung der DAK zeigt, dass rund ein Drittel der Beschäftigten zwischen Juli und September mindestens einmal eine Krankschreibung hatte – das sind rund 5 Prozent. Heißt, dass durchschnittlich 50 bis 100 Beschäftigte an jedem Tag des 3. Quartals krankgeschrieben waren. Das sind 9 Prozent mehr Krankschreibungen als 2023. Am häufigsten wurden Muskel-Skelett-Erkrankungen, psychischen Erkrankungen und Atemwegserkrankungen als Grund angegeben. Eine Untersuchung der AOK kommt zu ähnlichen Ergebnissen.

Man müsse nun nach den wirklichen Ursachen für die hohen Krankenstände forschen, so Kassenchef Andreas Storm. Für wenig sinnvoll hält der die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung oder eine Blaumacher-Debatte.