Donald Trump ist immer für eine Überraschung gut. Nun hat seine Regierung allen Staatsbediensteten eine Abfindung angeboten, wenn sie freiwillig kündigen. Denn dann bekommen sie weitere acht Monate ihr Gehalt, kündigen sie nicht, ist ihr Job gefährdet, denn ein Erhalt desselben könne nicht garantiert werden. Mit „Fork in the Road“ (Weggabelung) ist die betreffende Mail gekennzeichnet.
Kennt man irgendwoher, wird nun der eine oder andere denken. Stimmt, denn ein wenig erinnert dieses Vorgehen an Elon Musks Umgang mit Twitter, heute X. Als der 2022 das Unternehmen übernahm, stellte der den Angestellten frei, seine Vision von X per Link zu bestätigen oder man werde eben gekündigt und erhalte eine Abfindung. Ähnlich handhabt es jetzt auch die Trump-Regierung. Bis zum 6. Februar sollen die Angestellten lediglich eine E-Mail mit dem Wort „resign“ (kündigen) als Antwort schicken, dann erhalte man bei sofortiger Kündigung noch bis Ende September das volle Gehalt. So teilte es die US-Bundespersonalbehörde OPM rund 2,3 Millionen Angestellten mit.
So solle der Staatsapparat verkleinert werden, ausgeschlossen sind Beschäftigte der Bereiche Post, Militär, Migration und nationale Sicherheit. Die Parallelen zu X sind dabei sicherlich nicht zufällig: Musk ist ein enger Vertrauter Trump und sollte sich in dessen Auftrag darum kümmern, die Regierungsausgaben zu kürzen. Dazu gibt es sogar ein neu geschaffenes Gremium namens Department of Government Efficiency (DOGE).
Sofort nach der Vereidigung hat Trump damit begonnen, wichtige Stellen mit Personen zu besetzen, die seine Politik komplett unterstützen. Auch unterzeichnete er ein Dekret, welches vorsieht, dass Staatsangestellte augenblicklich aus dem Homeoffice ins Büro zurückkehren. Zudem beurlaubte Trump Diversitätsbeauftragte bei den Bundesbehörden – ein erster Schritt zur kompletten Abschaffung der Stellen.